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Einphasige Trockensteherfütterung Grundlage für fruchtbare Kühe und hohe Laktationsleistungen

15.04.2010

Die Vorteile einer einphasigen Fütterung

  • Die Pansenzotten bleiben erhalten, die Futteraufnahme bleibt auf einem hohen Niveau erhalten( über 13 kg TM)

  • Die Kühe werden nicht in eine Ketose gefüttert und Leberschäden werden vermieden

  • Für kleinere Betriebe besteht bei einer einphasigen Trockensteher-fütterung die Möglichkeit, eine Vorratsration anzumischen und diese jeden zweiten oder dritten Tag vorzulegen.

  • Eine hohe Futteraufnahme vor der Kalbung führt immer zu einer höheren Trockenmasseaufnahme a.p. Letztlich wird so zu Laktationsbeginn mehr Bakterien-protein gebildet und führt zu einer besseren Lysin- und Methionin-versorgung. Zudem ist bei einer hohen Futteraufnahme der Blutfluss im Verdauungstrakt erhöht, was wiederum den Abbau der Hormone Ostrogen und Progesteron in der Leber begünstigt und damit letztlich die Fruchtbarkeit positiv beeinflusst.


Entwicklung der Bodenpreise in den neuen Bundesländern

21.01.2010

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise sind nach wie vor die Auswirkungen der Kapitalflucht aus den hochvolatilen Aktien- und Rohstoffwerten hin zu Immobilien spürbar. Wesentlicher Profiteur dieser Entwicklung ist nach wie vor die BVVG. Wie in diversen Verlautbarungen des Hauses zum Ergebnis des Jahres 2009 herausgestellt wurde, freut man sich über einen bis zu 30 %-igen Preisanstieg. Die Durchschnittswerte der BVVG-Verkäufe stiegen so z.B. auf 6.110 €/ha in Brandenburg oder 10.998 €/ha in Sachsen-Anhalt. Die Durchschnittswerte verschleiern jedoch die teilweise deutlich höheren Steigerungsraten. Sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als in Sachsen-Anhalt sind Kaufpreise oberhalb 20.000 €/ha keine Seltenheit mehr. Allein von Juni bis Dezember 2009 wurden 18 Kaufverträge oberhalb 20 T€/ha umgesetzt, die Spitze lag mit 30.500 € in der Börde.


Da die BVVG seit 2001 durchgängig deutlich mehr als 50 % aller Flächenverkäufe realisiert hat, kann trotz aller Dementi eine Beeinflussung der Marktpreise kaum negiert werden, zumal die Daten der Gutachterausschüsse in der Regel erheblich niedrigere Werte aufweisen.


Angesichts dieser Dimensionen werden die Bodenpreise auf den schwächeren Standorten mit AZ deutlich unter 30 Bodenpunkten zwangsläufig nachziehen. Im Ergebnis gehen wir von weiterhin steigenden Preisen aus, ob es sich für den Landwirt rechnet oder nicht.


Vor dem Hintergrund der teilweise dramatischen Preisrückgänge bei Milch, aber auch bei fast allen übrigen landwirtschaftlichen Produkten ist nicht zu erwarten, dass die Verkaufsziele der BVVG für 2010 (über 40.000 ha?) und die privaten Flächenverkäufe aus der Gruppe der wirtschaftenden Landwirte zu realisieren sind. Die AMI hat kürzlich ermittelt, dass der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft in 2009 um 6,6 Mrd € (-13) gesunken ist. Die Nettowertschöpfung ist sogar um 3 Mrd € (-21%) gesunken.  Somit dürfte relativ klar sein, dass bei der weiterhin relativ restriktiven Finanzierungsstrategie der meisten Banken eine Lücke besteht, die außerlandwirtschaftlichen Investoren, teils sogar institutionellen Anlegern, die Chance auf ein lukratives Investment geben. Die Möglichkeiten des Reichssiedlungsgesetzes dürften zukünftig immer weniger eine Schutzfunktion ausüben.


Wir gehen davon aus, dass der Eigentumsanteil der wirtschaftenden landw. Betriebe weiter steigen wird (bis 2007 ist er immerhin bereits auf durchschnittlich 21 % angestiegen; Spitze MVP mit 28,5%). Ein steigender Anteil der Flächenkäufe wird aber durch Fremde erfolgen.


Der Ausschreibungstopp der BVVG ist zwar ein positives Signal, aber dem fiskalischen Druck werden sich weder BVVG noch Politik entziehen können. Wir empfehlen daher, bei hohem Kaufdruck eher eine Strategie der Kooperation mit kaufwilligen „Investoren“ zu verfolgen als auf eine politische Lösung zu vertrauen.